Nach meiner Chemotherapie und Bestrahlung war mir klar, ich möchte keine klassische Reha machen. Zum einen wollte ich nicht Gefahr laufen in einer Einrichtung zu sein in der eventuell viele Menschen negativ eingestellt sind und nur darüber reden wie schlecht es sie getroffen hat, zum anderen erschienen mir die Reha Programme nicht das zu sein was ich brauchte. Ich wollte Abenteuer, Freiheit und Leben und so kreiierte ich meine eigene kleine Deutschland Rundreise.
Durch eine weitere private Krise, wurde ich 2012 dann noch mal vor die Wahl gestellt. Ich hatte das Gefühl an einer Kreuzung zu stehen und mich zwischen „untergehen“ und „leben“ entscheiden zu müssen. Ich wusste, der einzige Mensch den ich ändern kann bin ich selber und ich wusste, dass wenn ich jetzt nicht aktiv werde und etwas ändere, würde ich es nicht überleben, da der emotionale Schmerz so groß war, das ich Angst hatte in eine Depression zu rutschen. Also fing ich an mit der Heilung des inneren Kindes, kam darüber zu weiteren Meditationen und nach für nach öffnete sich so für mich eine ganz neue, spritituelle Welt.

2014 flog ich dann mit einer kleiner Reisegruppe nach Südengland ans Herzchakra der Erde, Glastonbury, dass auch bekannt ist als der Ort wo einst das mystische Avalon gewesen sein soll. Nach einer Woche war ich so in meiner Kraft, fühlte mich so gesund und frei wie noch nie. Drei Jahre später war ich, nachdem es mir monatelang immer wieder depressive Verstimmungen hatte, wieder an diesem magischen Ort und er brachte all meine Anteile in mir wieder an den richtigen Platz. Avalons Heilenergien wirkten mal wieder.
Im Oktober 2017 bin ich nach Glastonbury gezogen für meine persönliche Heilreise und um spirituell zu wachsen.
2026 Der Rückblick
In kurzen Aufenthalten hatte Avalon mir immer wieder dieses Gefühl gegeben, als würden sich die eigenen Anteile sortieren und als wäre ich wieder mehr ich selbst. Doch die Heilung geht in eine andere Tiefe, wenn man bleibt. Glastonbury wurde für mich ein Ort, der mich auf eine Weise und in einer Intensität mit mir selbst konfrontiert hat, wie ich es niemals erahnt hätte. Nicht nur lichtvoll, sondern auch unbequem. Nicht nur erhebend, sondern auch ehrlich.
Beziehungen wurden in dieser Zeit zu einem Spiegel für Themen, die ich lange nicht so klar sehen wollte. Es war eine Reise, die mehr als herausfordernd war. Illusionen durften sich lösen, auch solche, an denen mein Herz hing. Das war schmerzhaft. Und gleichzeitig war es genau dieser Prozess, der mich näher zu mir selbst geführt hat, weil er keine Ausweichbewegungen mehr zugelassen hat.
Heute bin ich dankbar für diese Entwicklung und für die Erfahrungen, die ich machen durfte. Nicht, weil alles leicht war, sondern weil es echt war. Vieles von dem, was ich damals durchlebt habe, ist heute Teil meiner gelebten Berufung. In meiner Arbeit verbinde ich innere Prozesse mit Klarheit im Alltag, und ich begleite Menschen dabei, sich selbst besser zu verstehen, Muster zu erkennen und aus einer stabileren inneren Haltung heraus Entscheidungen zu treffen. Tarot und Kartenlegungen sind dabei für mich Werkzeuge der Selbstreflexion, und Meditationen sind eine weitere Ebene, um wieder ruhiger zu werden, im Körper anzukommen und den eigenen inneren Kompass zu hören.
