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Bewusstsein & Achtsamkeit

Der Tag an dem ich mich verlor um mich wieder zu finden.

Juli 15, 2014

Heute vor drei Jahren sagte eine Ärztin zu mir, dass ich Brustkrebs hätte. Meine Welt löste sich Stück für Stück auf. Menschen gingen und was noch viel wichtiger war, alte Verhaltens- und Gedankenmuster verabschiedeten sich. Zunächst fühlte sich dies wie das Ende der Welt an. Man scheint sich gar selbst aufzulösen. Gekoppelt mit einer Todesangst. Man scheint ganz unten im Tal angekommen zu sein und weiß nicht ob man die Kraft hat den Berg zu erklimmen oder ob es einem überhaupt vorherbestimmt ist diesen zu besteigen. Jede geglaubte Sicherheit löst sich auf. Man steht in einem Nebel und sieht nichts mehr.

Auf der einen Seite sind drei Jahre eine lange Zeit und man denkt zurück mit den Worten “Nun ist es schon drei Jahre her”. Auf der anderen Seite ist in diesen Jahren so viel passiert, so viel Veränderung, das es gefühlt auch 10 Jahre sein könnten. Der Tag nähert sich immer mit einem leicht mulmigen Gefühl. Es ist keine Angst. Eher die Erinnerung an etwas Großes. Vielleicht Ehrfurcht? Vor einem Jahr habe ich meinen Laden in Hamburg eröffnet und mit all den Menschen die dabei waren den Gefühlen von Angst, allein sein und im Nebel stehen, welche mich bis dahin an diesen Tag erinnert haben die Gefühle von Liebe, Licht und eins sein dagegen gestellt. Die Waagschalen sind wieder ausgeglichen.

Hier nun ein kleines Resumé zum Jahrestag.

Ich habe mich aufgelöst, verloren. Meine Welt existierte nicht mehr. Von einem auf den anderen Tag. Die Veränderung schlich nicht langsam und sanft heran sondern überrollte mich mit der Wucht einer Lawine. Immer die Frage danach, wann es wieder leichter, besser wird. Meine dunkelsten Stunden brachten schließlich die Erkenntnisse, mit denen ich meine hellsten Stunden erleben konnte. Glaubenssätze und Systeme wurden aufgesprengt. Wenn alles weg fällt was dich ausgemacht hat, wer bist du dann?

Und nach und nach sortieren sich die Teile des Puzzles neu. Ich bin. So mächtige Worte und wir können selber entscheiden was wir dahinter setzen. Ich bin das Licht, ich bin die Liebe. In meiner reinen Essenz. Ich erfinde mich neu und finde mich dabei. Wer möchte ich sein? Jeder kann das für sich selbst entscheiden. Die meisten wissen es nur nicht. “Wenn jemand schlecht über dich spricht, dann lebe so, dass ihm niemand glaubt.” Alles was man macht in Liebe zu tun. Ob andere gehen müssen oder man sich selbst von jemandem verabschieden muss. Wir brauchen besonders die unangenehmen Erfahrungen um daran zu wachsen und manche Begegnungen sind vorherbestimmt. Sowie auch manche Abschiede vorherbestimmt sind.

Heute Nacht lag ich auf meiner Dachterrasse und schaute  in die Sterne. Der Mond ging langsam über dem Berg auf und plötzlich hörte ich einen Countdown. 10, 9, 8, 7, 6, 5, 4, 3, 2, 1, Yeeeah! Happy Birthday Sarah! Und dann ein Geburtstagslied. Ich fühle mich erfüllt vom Leben und mir wird bewusst, dass die Mädels deren Stimmen von der Burg vom Wind zu mir herüber getragen werden, mich pünktlich auf die Minute genau an den wichtigsten Tag meines Lebens erinnern. Der Tag, der die Lawine ins Rollen brachte. Der Tag, der mich langsam aus meinem Schlaf aufwachen ließ. Der Tag der dazu führte, dass ich heute mehr an meinem wahren Kern dran bin als jemals zuvor. Ich folge meiner inneren Stimme, meiner Intuition. Ich bin auf dem Weg. In Liebe. Danke!

 

Herzlichen Glückwunsch auch an meinen kleine Bruder, welcher heute vor vier Jahren einen schweren Verkehrsunfall überlebte! Ich Liebe dich!

 

Fotos: Annemone Taake

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